Thurgadin darf nicht fallen!
Geschrieben von: Thunderion Samstag, 19. Juli 2003 um 00:00

Die PoMs machten zusammen mit dem Bündniss ihren ersten RINGWAR.
aus Thunderions Tagebuch! Eintrag: Di, 16.07.2003
Tizmarks rennen aufgebracht los, Wurms verschwinden in ihrem Canyon, die sonst so ruhigen Kodiaks eilen hektisch in ihre Höhlen zurück.
Stille. Eine unbeschreibliche Stille legt sich über the Great Divide
Einige Scouts ? unsere vielseitigen Barden ? suchen intensivst die Gegend ab, während der Rest von unserer 40-Mann Main-Force auf der Ebene Position bezogen hat und der Dinge harrt.

Ich spüre in mir die Anspannung, die Nervosität, die Besitz von mir ergreift. Diesmal ist die Aufgabe eine andere. Durchbricht nur ein einzelner Giant unsere Reihen, so ist Thurgadin verloren. Ich muss viele Gegner möglichst rasch auf mich ziehen, muss mein Hauptaugenmerk aber auf die vereinzelten Caster-Giants halten. Hier geht es nicht nur um uns. Wir müssen Unschuldige beschützen, eine gesamte Stadt vor der Ausrottung bewahren.
Ich darf nicht versagen! WIR dürfen nicht versagen!
Eine Gruppe von sich postierenden Zwergen marschiert an uns vorbei. Ihre Gesichter sind sehr angespannt, doch ich hab das Gefühl, ich kann durch ihre grimmigen Blicke einen Hauch von Dankbarkeit herauslesen. Auf einmal ist auch Aktivität am Horizont auszumachen. Einige Dutzend Spearmen beziehen Stellung und scheinen uns in die Zange nehmen zu wollen.

Dann legt sich eine unangenehme, ja beängstigende Ruhe über das Tal. Niemand scheint seinen Atem auszuhauchen, um nicht ein wichtiges Geräusch zu überhören, oder einen Befehl zu verpassen. Kein Vogel zwitschert mehr, kein Wolf heult mehr, selbst der Wind scheint inne zu halten. Meine Knöchel laufen weiß an, als ich meine Lanze enger umfasse. Meine treue Stute Lightning bemerkt die große Anspannung und bleibt in versteinerter Haltung, selbst durch die Nüstern scheint kein Lufthauch zu gleiten. Kurz und prägnant erschallt es durch die Zone:
?SÜDEN!? - Der Krieg hat begonnen!
Noch bevor mein Gehirn das Ausmaß dieses einen einleitenden Wortes, die Tragweite der bevorstehenden Ereignisse erfasst hat, pressen meine Unterschenkel mehrmals gegen die Flanken meines Pferdes. Lightnings Hufe graben sich tief in den gefrorenen Boden und lassen uns als Erste die feindliche Linie von Kromrif Recruits erreichen. Der mir nächste, dies soll der erste gefallene Giant des Tages werden ? und ich stürze mich mit einem Schlachtruf auf ihn. Zu meinem Entsetzen lässt er von mir ab, und beginnt mit mächtigen Schritten Richtung Thurgadin zu laufen ? wie der Rest der Horde Recruits! Ich wirble herum und schleudere einen schmerzhaften Stun auf den Giant, der nun wohl die Zwergenstadt vergessen hat, da er mit einem tiefgrollenden Gebrüll seine Faust auf mich herabschnellen lässt. Auch unsere anderen Tanks versuchen mühevoll, die durchzubrechen versuchenden Giants abzulenken, ebenso wie Ghumb den Anführer dieser Welle ? einen Captain ? schier an sich bindet. Mein Giant fällt durch die Hilfe unserer Wizzards und Mages schnell, so wie auch der mir nächste, und der dahinter. Am Ende stürzt sich die gesamte Force auf den Captain und während sein lebloser Körper in den mittlerweile rot-gefärbten Schnee fällt, erschallt der Befehl, dass wir uns wieder bei unserem Ausgangspunkt ? in unserem Camp ? einfinden sollen. Ich resümiere und stelle fest, dass nicht der damage-output der Giants das Problem ist, sondern deren Durchbrechen zu verhindern. Sämtliche Snarer-Klassen werden angehalten, primär das Laufen der Giganten zu verhindern.
?OSTEN ? beim SCION!?, ?WESTEN, fangt sie am nördlichen Berghang ab!? Diese und ähnliche Rufe warnen uns und lassen die feindlichen Reihen alsbald zusammenbrechen.
Selbst jetzt, wo die Giants stärker werden, sich Priests und High Priests ihnen anschließen, Warriors und Veterans mit mächtigen Waffen ausziehen, gelingt es ihnen nicht, ein Mittel gegen unsere Verteidigung zu finden. Welle um Welle zieht gegen die Zwergenstadt los, Welle um Welle bricht weit vor den Mauern Thurgadins zusammen.
Doch plötzlich stiehlt sich ein gewitzter Veteran aus dem Tumult davon, umgeht unsere Verteidung, und hastet dem Wasserfall entgegen, hinter dem der Eingang und somit des Giants Ziel liegt. Mit mächtigen Schritten eilt er unaufhaltsam dem Sieg entgegen. Meine Augen weiten sich vor Erschrecken und in schierer Trance und Wut versenke ich meine Lanze in den bereits taumelnden High Priest, den Blick nicht von dem durchgebrochenen Giant abwendend.
Eine kleine Handvoll Schritte vor Thurgadin flitzt ein Barde den Berg hinab und wirft sich mit viel Schwung gegen den Veteran. Betörende Klänge, verwirrende Zauber, wirbelnde Klingen lassen den Giant an seiner Stelle verwurzeln. So nah am Ziel, und doch so fern?.
Auch diese Welle ist dem Untergang geweiht, der letzte Warlord wehrt sich vehement, doch er verzögert nur das Unaufhaltsame, als plötzlich:
?NARANDI versucht zu fliehen!!?
Die Entscheidung, der Showdown, das ?Grande Finale? steht bevor. Motiviert durch diese Nachricht verdoppeln alle ihre Anstrengungen und unter mächtigen Zaubern und herabprasselnden Schlag-Kombination bricht der letzte Warlord in sich zusammen. Ich schwinge mich auf Lightning hinauf, und wir galoppieren den Hang hinab ? Da ist er!

Narandi kann uns nichts entgegenhalten. Verzweifelt schwingt er seine Lanze, doch zu groß ist die Übermacht, zu mächtig der Gegner, dem er sich hier gestellt hat, zu stark, die Macht der Schläge, zu groß die Schmerzen der Feuerbälle und der Eis-Zauber.
NARANDI DOWN! Thurgadin ist gerettet!
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