FLAGs - viele, viele Flags
Geschrieben von: Thunderion Samstag, 07. Juni 2003 um 00:00
Thunderion's Tagebuch! Eintrag: So, 01.06.2003
Sanft wurde ich durch die Berührung einzelner Sonnenstrahlen geweckt, die ihren Weg durch das Geäst und deren Blätter fanden. Ich war wohl mitten in Plane of Tranquility eingeschlummert. Nach heftigem Strecken informierte ich mich mal, wo sich denn meine lieben Gilden-Freunde herumtrieben. Ein Blick genügte: PoJ - Trials! Blitzartig waren die halbgeöffneten Augen aufgerissen worden und meine Beine trugen mich fix den doch ziemlich steilen Hügel hinauf zu der gewaltigen Waage.
Keldiarks Trial war indes im Gange. Wir vernahmen die schlimme Kunde, dass einer bereits niedergestreckt worden war, und dass alsbald einen weitereren der Tod ereilte. Dennoch kämpften sie wacker den bösen Executioner nieder.
Es war ein mulmiges Gefühl, als ich uns in diesem kleinen Raum wiederfand. Doch dieses Gefühl wich, als bereits die erste Welle spawnte und ich mich auf den Nächstbesten stürzte. Als nach wenigen Augenblicken diese Welle vernichtet war, keimte großer Optimismus empor, auch wenn ich wusste, dass die anderen Wellen stärker werden sollten. Die zweite Welle lag ebenfalls sehr schnell und auch die dritte war keiner größeren Mühe wert. Doch als ich die Schläge der hässlichen Kreaturen der vierten Welle zu spüren bekam, begann mein Optimismus zu zerbröckeln. Ich tankte noch das letzte Monster, als ich hörte, dass sich der Executioner auf seinem mörderischen Weg befand. Ich warf mich herum und stürzte auf den Executioner zu, wissend, dass der verbleibende Mob ? blind vor Wut ? seine Chance nutzen versuchen würde, mir seine Klauen in den Rücken zu rammen. Doch ich vertraute einerseits darauf, dass die Wizards Fleebag und Tillikus mit ihren vernichtenden Zaubern den Mob in meinem Rücken sehr bald unschädlich machen würden, und dass andererseits die großen Schmerzen und die Pein sehr schnell von unserem aufmerksamen Cleric Tinel gelindert werden.
Xantor, der mächtige Barde, schlug als erster auf den Henker ein, währenddessen die letzte armselige Kreatur mit einer gewaltigen Explosion das Zeitliche segnete. Doch der Executioner erkannte seinen ihm bestimmten Feind und ließ seinen mächtigen Streithammer auf mich herabsausen. Ich warf mein Schild zum Schutze nach oben, doch war zu langsam und brach unter der Wucht des Treffers einfach nieder. Benommen versuchte ich den wild auf mich einhämmerden Gegner abzuwehren. Mein Optimismus war gänzlich verschwunden, für einen Moment dachte ich nur noch, dass mein Ende schnell kommen möge. Doch dann erwachte der Fighter in mir, der immer noch einen weiteren Hieb einstecken wollte. Ich musste Tinel genug Zeit verschaffen, musste durch Verspottungen den Executioner seine Umgebung um sich vergessen lassen, dass die anderen gezielt vorgehen konnten. Doch die Wucht der Hiebe war zu groß, die Häufigkeit der auf meinem Körper explodierenden Schläge zu hoch und ich spürte, dass Tinels Heilung diesmal zu spät kommen würde. Ich bemerkte eine große Kälte in mir, bemerkte, wie meine Schwerthand ohne Kraft nach unten sackte, wie mein Schild wehrlos zur Seite wich und wie der schwarze Henker zu dem finalen Schlag ausholte.
Ich schloss meine Augen und fokussierte meine Kräfte auf die mir angeborene Fähigkeit: Lay on Hands. Ein inneres Licht brachte angenehme Wärme, die durch meinen Körper schoss, die mich mit Leben erfüllte und meine Hände wieder mit Kraft versah. Ich riss mein Schild nach oben, leitete den mächtigen Hieb zur Seite und versenkte mein Schwert tief in der Rippe des finsteren Gegners. Sein Aufheulen zeigte, dass sich das Blatt gewendet hatte. Dies war das Zeichen, dass unsere Geistlichen ihre mächtigen Zauber casten mussten. Beeindruckende Explosionen richteten verheerenden Schaden an, wobei sich leider Fleebag etwas zu nahe befand und dem vernichtenden Schlag des schweren Streithammers, der nun auf ihn zuraste, nichts entgegenhalten konnte. Doch bereits der nächste Eiszauber ließ den Executioner zu Boden fallen ? ein Fallen, das er selbst nicht mehr bemerkte.
Tinel kniete neben dem leblosen Körper Fleebags nieder und ließ ihre Mächte wirken. Als der Zauberer wieder unter uns weilte, trat erstmals ein Lächeln auf unsere Gesichter.
Keldiark und ich hatten unser PoS-/PoV-Flag
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Kaum das neue Flag in Händen wurde PoS gestürmt und von uns - PoMs - gecleared. Es regnete BoT-Flags für fast alle!
aus Thunderions Tagebuch! Eintrag: Di, 27.05.2003
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Ich war spät dran, eilte, hetzte, lief vom PoK-Buch die Rampe hinab und hoffte innigst, dass noch ein Porter meiner Gefährten am Treffpunkt mich erwarten würde. Als ich schon von weitem den auffälligen Ghumb sah, beruhigten sich meine Schritte und ich stieß zu meinen Freunden. Angekommen schnappte mich Paragalla, portete los, während das Ziel durchgegeben wurde: ZLANDICAR ? Sammeln in Dragon Necropolis.
Ich machte mir keine großen Gedanken darüber.
Als meine Gruppe über dem Tal von Western Wastes schwebte und ich bereits die Energie-Türme des Zone-Ins von DN ausmachen konnte, wunderte ich mich, wo denn dieser verdammte Drache steckte....
Doch noch immer machte ich mir keine großen Gedanken darüber.
Die Raid formierte sich, es wurde überall wild aufgebufft und dann verkündete Ghumb, dass Thunderion der MA wäre .... THUNDERION??? .... Ich schluckte!
Nun machte ich mir wahrlich große Gedanken darüber!
Doch mit jeder weiteren Aussage, jeder weiteren Erklärung erkannte ich meinen Fehler. Zlandicar, nicht Klandicar! Dezent mal durchatmend warf ich mich auf den ersten Mob des Abends ? froh, dass es kein dicker Drache sein musste ? und teilte der Force mit, dass diese Phaser-Spider zu vernichten wäre. Gemütlich schlugen wir darauf ein, als plötzlich ich mich ziemlich alleine fühlte ... WTF! Ich wirbelte herum und fand mich gut 100 Fuß von meiner Gruppe getrennt: Die Dinger porten einen! FEIN!
Der Move blieb ereignislos, abgesehen von kleineren Unschärfen wie zum Beispiel als Satrak ? unser wohlbekannter Ikser-Puller ?, der die Mobs bringen wollte, doch im geshrinkten Zustand einfach nicht und nicht über diese dezenten Stufen kam.
Als wir uns dann vor Zlandi's Lair versammelten, aufbufften und die letzten Details durchgingen, holte Satrak die letzten ratten-ähnlichen Wesen, die die letzte Barriere zu Zlandi darstellen sollten ? auf dass er ganz alleine uns gehöre!
Als die INC-Message von unserem Ikser erschallte, achtete ich in den Tunnel, und da kam der Monk um die Ecke gestürmt, gefolgt von der letzten Ratte. Gleichgültig griff Ghumb an, doch dann stockte allen der Atem ? um die Ecke donnerte der riesige Drache. Improvisierend wirbelte Ghumb herum und warf sich der Monstrosität entgegen, während ich die Ratte zu beschäftigen begann. Obwohl die Überraschung gewiss groß war, improvisierten alle vorbildhaft und nur wenige Momente später, wurde es ruhig im Lair.
ZLANDICAR hauchte seinen letzten Atem aus.
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